Über das Projekt

Nach einer sehr gelungenen SkizzenMonster-Spenden-Sammelaktion für die australische Tierwelt mit so viel tollem Feedback von Euch war recht schnell klar, sowas ähnliches müsste man doch auch für unsere Wildtiere angehen. Auch hier gibt es eine Menge toller Menschen, die sich – meist ehrenamtlich – um verletzte Wildtiere kümmern und die man mit etwas Geld bei Ihrer so wichtigen Arbeit unterstützen könnte. Aber diesmal sollte daraus ein Langzeit-Projekt werden…
Und so war die Idee zu dem Waldmonster-Shop geboren. Hier sollen sich alle SkizzenMonster-Wildtier-Motive und Klamotten rund um das Thema „Wald“ tummeln. Und von jedem Eurer Einkäufe wird dann 20% des Gewinns an gemeinnützige Projekte und Organisationen gespendet. So könnt Ihr mit tollen neuen Klamotten eurer Lieblingstiere umherlaufen und gleichzeitig etwas für den Erhalt und den Tierschutz unserer heimischen Wildtiere tun. Win-Win, oder?
Als erste Organisation, die wir unterstützen wollen, möchte sich hier der Eichhörnchen Schutz e.V. vorstellen, ein gemeinnütziger Verein, der sich um verletzte Eichhörnchen kümmert

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Julia Sesto von Eichhörnchen-Liebe

Über das Projekt

Wer wir sind: Eichhörnchen Schutz e.V.

Was viele nicht wissen: Eichhörnchen gehören zu den besonders geschützten Tierarten (Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV, Anlage 1). Ihre biologische Aufgabe: Baumsamen verteilen und Bäume pflanzen– sie sind deshalb die Bienen oder auch Gärtner des Waldes.
Als anerkannt gemeinnütziger Verein versorgen wir verwaiste, kranke und verletzte Jungtiere (aber auch adulte Tiere), die uns per Notruf (24/7) gemeldet werden. Obwohl wir uns um artengeschützte Wildtiere kümmern, bekommen wir keine staatliche Unterstützung. Hier ein kleiner Einblick in unser Engagement auf unseren Social-Media-Kanälen bei Facebook, Instagram und Twitter

Warum Eichhörnchen gefährdet sind

Eichhörnchen haben eine biogische Aufgabe: Baumsamen verteilen. Deshalb sind die die Gärtner des Waldes – oder auch Bienen des Waldes. Da ihr natürliches Habitat (Mischwälder) durch die Landwirtschaft so gut wie zerstört ist und sie keine Nahrung mehr finden, kommen sie in unsere Städte. Nur 20% der Jungtiere überleben das erste Lebensjahr, weil sie verhungern oder verdursten. In der Stadt finden sie zwar Nahrung (Vogelfutter), aber keine geeigneten Nistplätze. Sie brauchen alte Nadelbäume, die auch im Winter Sichtschutz vor Feinden und Nässe bieten. In der Stadt finden sie davon zu wenig und bauen in der Not ihre Nester an Häuser, Balkonen etc. Die Folge: die Babys stürzen ab, sobald sie die Gegend erkunden wollen und kommen mit Schädel-Hirn-Trauma, Lungenentzündung, Brüchen, Katzen- Hunde oder Krähenbissen zu uns.

Warum Eichhörnchen Hilfe brauchen

Hinzu kommen immer neue Infektionserkrankungen. Der Grund: auch das Immunsystem der „Waldgärtner“ scheint immer schwächer zu werden. Ob Darmparasiten, die schwere oft tödliche Durchfälle auslösen und durch die Landwirtschaft auf die Tiere übertragen wurden oder ein neues Pockenvirus, das 2017 in Berlin entdeckt wurde – die kleinen Tannenäffchen haben es immer schwerer. Besonders die Babys, die noch kein starkes Immunsystem haben. Hilfsbedürftige Babys klettern sogar uns Menschen am Hosenbein hoch, wenn sie kurz vor dem Verdursten sind, um Hilfe zu bekommen. Und nein: Eichhörnchen übertragen keine Tollwut.

Warum unser Verein so wichtig ist

Wir klären auf: Tierärzte haben oft keine Ahnung von Wildtieren. Wildtiere sind speziell: sie vertragen manche Medikamente nicht, die Haustiere vertragen. Sie sterben sogar daran! Und: es fühlt sich keiner verantwortlich, weil sie niemandem gehören. Sie bringen kein Geld ein, sondern machen auch noch viel Arbeit. Deshalb bekommen wir auch die Tiere, die bei der Tierrettung oder in der Tierklinik landen.
Wir unterstützen Forschung: Es gibt leider auch kaum Forschung zu Eichhörnchen. Deshalb unterstützen wir die Forschung des Friedrich-Loeffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) mit Proben und unseren Erfahrungen so gut wir können.
Wir bekämpfen Vorurteile: Eichhörnchen übertragen keine Tollwut und die dunklen Eichhörnchen sind keine „bösen, eingewanderten“, die das rote Eichhörnchen vertreiben! Denn das Europäische Eichhörnchen gibt es wie uns Menschen mit allen Haarfarben. Das amerikanische Grauhörnchen gibt es in Deutschland nicht.

Unsere Herausforderung

Von der Aufnahme bis zur Wiederauswilderung kostet uns ein Eichhörnchen ca. 100 Euro – allein an Futter und Medikamenten. Hinzu kommen Kosten für Tierärzte, Pachtgebühren, Volieren und ihre Einrichtung, Aufklärungsmaterial etc. Wir bekommen keine staatliche Unterstützung, sondern sind auf Spenden angewiesen. Als gemeinnütziger Verein können wir auch Spendenquittungen ausstellen.
In Hochzeiten haben wir bis zu 100 Anrufe pro Tag und können die Vielzahl der Notfälle kaum unterbringen. Wir machen die Eichhörnchenpflege alle ehrenamtlich neben unseren Jobs in unseren Privatwohnungen – daher fehlt es uns eigentlich an allem: Geld, Zeit, Platz und Manpower. Auch ein Pachtgrundstück mit Auswilderungsmöglichkeiten am Waldrand fehlt.
Bitte helfen Sie den kleinen „Tannenaffen“ – sie sind wichtig für unsere Flora!

Eichhörnchen Schutz e.V.

  • Knapp 500 Mitglieder, davon 20 aktive Mitglieder, die sich um Aufzucht und Auswilderung kümmern
  • Mehr als 800 gerettete Eichhörnchen pro Jahr allein im Raum München (belegbar über Nachweise für das Veterinäramt)
  • Bundesweite Vernetzung mit anderen Pflegestationen